Das erste Opfer des Krieges ist die Unschuld. Und auch in Spec Ops: The Line beginnt alles genau so, wie man es aus Dutzenden Military-Shootern, von Gears of War über Medal of Honor und Call of Duty gewohnt ist: Gemeinsam mit zwei markige Sprüche reißenden Truppenkollegen stehen wir als US-Spezialkommando Martin Walker in einer jener staubigen Weltgegenden, in denen der Krieg gegen den Terror in CNN-Bildern und den Modern Warfares dieser Welt geführt wird.
Spec Ops: The Line, der Third-Person-Military-Shooter der deutschen Entwickler Yager, sieht aus wie Militainment, klingt wie Militainment und spielt sich wie Militainment - zumindest auf den ersten Blick. Dass der hohe Anspruch der Deutschen gerechtfertigt ist, hier eben nicht die siebenunddreißigste Headshot-Parade samt obligatorischem US-Hurra-Patriotismus abzuliefern, wird einem erst nach und nach klar. Denn Spec Ops: The Line ist nichts weniger als der ambitionierte Versuch, der vor allem in den letzten Jahren immer größer werdenden Military-Shooter-Schwemme als Gegenpol entgegenzutreten. Spec Ops: The Line will ein Antikriegsspiel sein. Geht das?